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Nacht drei ohne Batzi
Jan 26th, 2010 by admin

Nabend,

wir schreiben hier grad die dritte Nacht ohne Batzi.

Wie es dazu kam?

Am Donnerstag waren wir beim Kinderzahnarzt, der war sehr zufrieden, hat nur festgestellt, dass der Batzi im nächsten halben Jahr abgeschafft werden soll, weil sich ein beginnender lutschoffener Biss zeigt.

Ich hab das Freitag oder Samstag mit Männen besprochen und wir haben so ein bissl sinniert – „einfach so“, Schnullerfee, Batzi wegschmeißen, Batzi weitergeben an ein Baby oder was auch immer… Wir fanden ihn aber nicht, den Stein der Weisen.

Am Samstag hörte ich beim Verräumen von Laura die Jungens im Bad drüber reden, ob sie den Batzi in den Müll werfen. Das hatten wir im Herbst mal, haben ihn dann nachts wieder rausgefischt. Männers Schnellschüsse ohne Absprache *tztztz!

Nun waren dann zu genau dieser Kinder-Bettbring-Zeit noch Chronny und Tatiiiiiiin, unsere lieben ehemaligen Nachbarn, die grad wegen Nachwuchs umgezogen sind, zur finalen Wohnungsübergabe im Haus gegenüber da und haben spontan mit ihrer Janina reingeschaut. Basti war völlig angetan von der süßen kleinen Maus. Und auf meine vorsichtige Anfrage hin, ob er Janina den Batzi geben will, hat er kurz überlegt und dann festgestellt, dass er die Schnullerkette aber am Gurt vom MaxiCosi anklicken muss, damit die Kleine den Schnuller nicht verliert.

WOW! So wurde es dann auch gemacht, Basti hat Janina – Achtung, Pathos! – im Leben willkommen geheißen und sich vom Batzi verabschiedet. Er ging dann schlafen und hat nicht mehr danach gefragt. Am nächsten Morgen haben wir ihn natürlich über den grünen Klee gelobt und ihm ein Pixibuch gegeben.

Die nächste Nacht war happig. Er hat mehrmals nach dem Batzi gefragt und sich innerlich so quer gestellt, dass er nicht schlafen kann/will etc. Nach etlichen Angängen, hat Micha mit ihm „geschimpft“, dass Basti nur noch rufen darf, wenn was wichtiges ist, nicht, wenn er noch ein Lied vorsingen will oder wenn er fragen will, welche Farbe das ADAC-Auto hat (was er natürlich weiß). Er wollte halt plappern und Papa hatte die Nase voll. Heute morgen gab es eine Matchboxschneeschieberaupe.

Heute abend hat er mir vorgesungen und ein Buch vorgelesen. Er musste beim „Nachttischlampe-Aus“ noch ein wenig Spielzeug ans Bett bekommen, die Rollade ist ein bisschen hochgezogen, dass ein wenig Licht reinkommt – und dann hab auch ich gesagt, dass er nur noch rufen darf, wenn es wichtig ist. Und es war Ruhe. Morgen gibt es wieder ein Pixibuch. Und ich habe ein gutes Gefühl. Schließlich ist er stolz wie Rotz, dass er jetzt als großer Junge seinen Batzi an das Baby gegeben hat, das jetzt den Batzi mit der tollen Schnullerkette nicht mehr verlieren kann

Und ich bin auch voll Stolz *strahl.

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